VideoVisit

Zeitgemäßes, terminalbasiertes Kommunikationssystem, das Gefangenenbesuche via Videokonferenz ermöglicht. Die für die JVA-Bediensteten aufwendige und arbeitsintensive Organisation und Abwicklung der täglichen Besucherströme wird dadurch maßgeblich vereinfacht und entzerrt. Insassen und Besucher profitieren ebenfalls durch häufigere und längere Gesprächsmöglichkeiten in mehr Privatsphäre. 

Für die JVA-Bediensteten bedeutet die Umstellung der Gefangenenbesuche auf VideoVisit vorrangig eine massive Arbeitserleichterung. Besucheranmeldung, -begleitung und -visitationen entfallen. Das Risiko des Hineinschmuggelns von Drogen, Waffen, Handys etc., eines der derzeit größten Alltagsprobleme, ist damit vollständig unterbunden. VideoVisit trägt somit nachhaltig zur Förderung der allgemeinen Sicherheit und Ordnung in den Haftanstalten bei.

Die VideoVisit-Technologie steht darüber hinaus auch als Erweiterungsmodul für die PrisonPhones zur Verfügung. Diese werden hierfür um ein größerformatiges Farbdisplay ergänzt und sind damit ebenfalls videotelefonietauglich.


Technische Komponenten

  • Touchscreen-Panels
  • Edelstahlgehäuse
  • Webcam
  • Mikrofon
  • Lautsprecher

 

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Quelle: Emmanuel, Adeshina: "In-Person Visits Fade as Jails Set Up Video Units for Inmates and Families", in: The New York Times, 7. August 2012.

US-Trend "Video Visitations"

Die USA weisen aktuell die höchste, offiziell dokumentierte Inhaftierungsrate der Welt vor: Rund 2,3 Millionen Straftäter -  Frauen, Männer und Jugendliche - sitzen derzeit in US-Gefängnissen ein. Das entspricht einem Anstieg von 500 Prozent über die vergangenen 30 Jahre.

Die Folge davon sind überfüllte Gefängnisse und vielfältige damit einhergehende organisatorische Probleme. Zu deren Lösung wird verstärkt auf neue Technologien gesetzt, die die täglichen Arbeitsprozesse vereinfachen und automatisieren sollen.

Eine besonders erfolgreiche und effektive Maßnahme stellt dabei die Umstellung der Gefangenenbesuche auf sog. Video Visitations dar. Zu überzeugend sind die vielen Vorteile, die sich hierdurch für alle Beteiligten ergeben.

Jeremy Travis, ehemaliger Leiter des National Institute of Justice, dem Forschungsarm des US-Justziministeriums, beispielsweise bescheinigt dem Video Visitations-System enormes Potential und hebt besonders hervor, wie wichtig die somit häufiger möglichen Gespräche gerade für Kinder inhaftierter Eltern sind. Sie erhalten die Chance, engeren Kontakt zu ihren Eltern zu halten, was für beide Seiten enorm wichtig ist. Er wie auch andere Experten prognostizieren daher, dass sich das System der Video Visitations flächendeckend in den USA durchsetzen wird.